Ich online
Selbstbild, Wirkung und Identität in sozialen Medien
Kurz auf einen Blick
Zielgruppe: Klassen 7–12, weiterführende Schulen und Berufsschulen; alle Inhalte werden altersgerecht angepasst
Format: Klassenworkshop oder Projekttag · 3–6 Schulstunden
Schwerpunkt: Selbstbild, Online-Rollen, Vergleich und digitale Selbstdarstellung
Geeignet als: Einzelworkshop oder Vertiefung nach „WER STEUERT WEN?“
Worum es geht
Soziale Medien sind für viele Jugendliche längst ein selbstverständlicher Teil ihres Alltags.
Dort wird geschaut, geteilt, geliked, kommentiert, reagiert und verglichen.
Dabei geht es oft nicht nur um Unterhaltung.
Es geht auch um Fragen wie:
Wie werde ich gesehen?
Was zeige ich von mir?
Was lasse ich weg?
Wo passe ich mich an?
Wo vergleiche ich mich?
Und wann verliere ich den Kontakt zu mir selbst?
Social Media ist für viele Jugendliche eine Bühne.
Eine Bühne, auf der sie sich zeigen, ausprobieren, dazugehören, wirken oder Bestätigung suchen.
Gleichzeitig kann genau dort Druck entstehen: durch Bilder, Likes, Kommentare, Trends, Schönheitsideale, Gruppendynamiken oder das Gefühl, ständig sichtbar und vergleichbar zu sein.
Der Workshop lädt Jugendliche ein, ihre eigene Online-Rolle genauer anzuschauen:
Welche Rolle nehme ich online ein?
Wie verändert sich mein Verhalten, wenn ich mich beobachtet fühle?
Was macht Vergleich mit meinem Selbstbild?
Wann zeige ich mich — und wann schütze ich mich?
Was gibt mir meine Online-Rolle?
Und wo merke ich, dass sie nicht mehr wirklich zu mir passt?
Was die Jugendlichen erleben
Die Jugendlichen setzen sich aktiv mit ihrer eigenen Online-Wirkung auseinander.
Sie erleben und beobachten zum Beispiel:
- wie unterschiedlich Menschen sich in verschiedenen Rollen zeigen
- wie schnell Vergleich das eigene Selbstbild beeinflussen kann
- wie sich Verhalten verändert, wenn andere zuschauen oder bewerten
- wie Likes, Kommentare und Gruppendruck auf Entscheidungen wirken können
- warum man online manchmal mehr zeigt — und manchmal weniger
- was der Unterschied zwischen Selbstdarstellung, Schutz und Verstellung sein kann
- wie es sich anfühlt, bei sich zu bleiben, auch wenn Erwartungen von außen kommen
Der Workshop gibt Jugendlichen einen Rahmen, in dem sie über Sichtbarkeit, Vergleich und digitale Selbstdarstellung sprechen und eigene Erfahrungen einordnen können — ohne sich rechtfertigen zu müssen.
Im Mittelpunkt steht dabei keine Bewertung von außen, sondern eine ehrlichere Wahrnehmung von innen:
Wie zeige ich mich online?
Was beeinflusst mich dabei?
Was fühlt sich stimmig an?
Und wo verliere ich den Kontakt zu mir selbst?
So wird Medienkompetenz zu einer Erfahrung von Selbstwahrnehmung:
Ich erkenne, wie ich mich online zeige.
Ich verstehe besser, was mich beeinflusst.
Ich kann bewusster entscheiden, was ich von mir zeigen möchte.
Und was nicht.
Themen
- Selbstbild und Außenwirkung
- Social Media als Bühne
- Rollen, Wirkung und digitale Selbstdarstellung
- Vergleich, Likes und Anerkennung
- Gruppendruck und Zugehörigkeit
- Schönheitsideale, Trends und Erwartungen
- sich zeigen, ohne sich zu verstellen
- eigene Grenzen und Schutz im digitalen Raum
Als Vertiefungsworkshop knüpft „ICH ONLINE“ an die Grundfrage der Reihe an:
Wer oder was beeinflusst, wie ich mich zeige — und wie kann ich bewusster entscheiden, welche Rolle ich online einnehme?